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"Invictus" und Nelson Mandela
"Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen.
Menschen müssen lernen zu hassen und wenn sie zu hassen lernen können,
dann kann man sie auch lehren zu lieben, denn Liebe empfindet das
menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil."

Nelson Mandela


     Großes Kino gibt es selten, und viel zu oft werden Filme gemacht und gezeigt, die dann berühmt oder vielleicht sogar ausgezeichnet werden, die Gewalt verherrlichen, das Böse in der Welt hervorheben, menschliche Abgründe beleuchten und mit vielen Effekten und einer Unzahl von Reizen Spannung erzeugen oder einfach nur seicht und nett sind und uns das Hollywood - Ideal einer heilen Welt zeigen wollen, mit dem wir uns dankbar für gemütliche anderthalb Stunden identifizieren oder uns daran erfreuen, um zu "entspannen" oder unserem Alltagsstress zu entkommen.
Viel zu selten werden Filme gemacht und berühmt, die das Schöne beschwören, die nicht nur nett, sondern besonders sind. Die uns nicht nur ablenken und entspannen, sondern berühren und erheben, wie dies dann geschieht, wenn wir großes Kino zu sehen bekommen.
Der neue Film von Clint Eastwood, der am 19. Februar in den Kinos angelaufen ist, ist großes Kino.
Bezeichnenderweise wird er wohl genau darum bei uns in Graz nur in einem kleinen Kunstkino gezeigt, nicht aber im großen Kinokomplex, wie all die anderen spannenden und entspannenden, unterhaltsamen Filme des Mainstream. Offensichtlich zählt dieser Film von vornherein nicht zum Mainstream - Kino. Er trifft nicht das Massendenken, er unterhält nicht einfach. Er trifft ins Herz eines Ideals, für das Nelson Mandela exemplarisch steht. Uns dieses Ideal sichtbar und spürbar näher zu bringen, ist Clint Eastwood hier gelungen.

     Invictus zeigt Nelson Mandela - wunderbar verkörpert von Morgan Freeman, den Mandela sich als seinen eigenen Darsteller auch gewünscht hat - als er 1994 als erster schwarzer Präsident Südafrikas Führung übernimmt und dieses von der Apartheid noch immer zerrissene Land zu vereinheitlichen versucht.
Wir erleben die Gegensätze des in Schwarz und Weiß gespaltenen Landes, Angst und Hass der einen wie der anderen Seite, die Mandela versucht in Vergebung und Liebe zu wandeln. Es gelingt ihm dank seiner menschlichen Größe und auch Weisheit, die nur erstaunen kann, wenn man Einblick in seine persönliche Geschichte erhält und erfährt, dass er als Regimegegner der Apartheid 27 Jahre lang im Straflager und Gefängnis verbringen musste, unter Umständen, die keiner von uns einen Monat lang ertragen würde, geschweige denn viele Jahre lang unter dem Verdikt "lebenslang".

"Auch mit einer Umarmung kann man einen
politischen Gegner bewegungsunfähig machen."


     Der Film führt uns so in das Jahr 1995, wo im Juni die Rugby Worldcup - Spiele in Südafrika stattfinden sollten, an denen das Landesteam das erste Mal teilnehmen durfte. Dieses Team war trotz teilweise farbiger Spieler bisher das Rugbyteam der Weißen gewesen und so zu diesem Zeitpunkt noch immer ein Symbol der Rassentrennung. Mandela in seiner Weitsicht erkannte aber die große Chance, das Land über den Sport und dieses Sportereignis zu einigen und im Einvernehmen mit dem Kapitän des Teams, Francois Pienaar (hervorragend besetzt durch Matt Damon), den er dank seiner beeindruckenden Herzlichkeit an seine Seite holt, führte er unter dem Motto "ONE TEAM, ONE COUNTRY" nicht nur das Rugbyteam zum Worldcup - Sieg, sondern auch das Land Südafrika zu einem Sieg über die langeingebrannte Feindschaft durch das Gefälle zwischen seinen schwarzen und weißen Bürgern.

     Auch wenn wir als politisch Informierte wissen, dass Südafrika noch heute mit den schmerzlichen Resten aus den Zeiten der Rassentrennung zu kämpfen hat und wir wissen, dass Gleichheit und Brüderlichkeit zwischen Menschen verschiedener Rassen und Hautfarben, unterschiedlicher Herkunft und sozialer Schicht noch immer ein Ideal sind, nach dem wir mühsam streben und das noch längst nicht verwirklicht ist, so berühren die hier gezeigten Bilder umso tiefer, wenn Schwarze und Weiße sich in der Freude über den gemeinsam gewonnenen Pokal in den Armen liegen, wenn die Schranken für einen kurzen Moment einfach wegfallen und das Unglaubliche geschieht, dass alle miteinander Bürger eines geeinten Landes sind und sich als solche begreifen.
Und damit die bekannten Worte Mandelas wunderbar wahr werden:

"Nicht die Gewehrkugeln und Generäle machen Geschichte, sondern die Massen."

Nelson Mandela      

"Die Güte eines Menschen ist wie eine Flamme, die zwar versteckt,
aber nicht ausgelöscht werden kann."


     Als Nelson Mandela im Mai 1994 seine Antrittsrede hielt, zitierte er darin Marianne Williamson aus ihrem Buch "A return to love: reflections on the principles of a course in miracles", das 1992 erschienen war und bis heute einen wesentlichen Platz im Herzen der Esoterik und spirituellen Literatur innehält.
( Buchtipp: "Rückkehr zur Liebe")


"Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt.
Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtendes daran, sich so klein zu machen,
dass andere um Dich herum sich nicht sicher fühlen.
Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.
Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen,
geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere."


     Nelson Mandela hat als Märtyrer und Held seines lebenslangen Kreuzzuges und Kampfes für die Menschenrechte einen wichtigen Sieg errungen, als es ihm gelang, eine nicht - rassistische Demokratie in Südafrika einzuführen. Der Friedensnobelpreis, der ihm bereits 1993 für seinen Dienst an der Menschlichkeit überreicht wurde, war eine weltweite Anerkennung für sein Wirken, der er sich in der Folge mit seiner Präsidentschaft noch mehrfach als würdig erweisen sollte.

Eine Horoskopanalyse von Nelson Mandela finden Sie auf "Notes on the way".  zur Horoskopanalyse


 
 
Dieser Bereich wird laufend aktualisiert und es kommen ständig neue Artikel / Notizen hinzu. Also - öfter mal reinschauen!
 
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