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Das Wasser - Quelle des Lebens
     Um zu verstehen, warum wir auf Schwingung und auf Energien, wie sie uns auch durch ein Homöopathikum vermittelt werden, reagieren, ist es wichtig, dass wir uns einmal bewusst machen, wie wir gemacht sind und woraus unsere materielle Existenz besteht, die von so vielen Menschen, die eine geistige Existenz verneinen, als Wirklichkeit begriffen wird, weil sie greifbar und sichtbar ist. Diese unsere materielle Existenz auf der Erde hat aber etwas zur Grundlage, das wir nicht zu den festen Stoffen zählen können, nämlich Wasser.
Wir leben auf dem Blauen Planeten, der zu 71% von Wasser bedeckt ist und wir selbst bestehen ebenso zu 60 bis 70% (Babys sogar zu 90%) aus Wasser. Unser Blut, welches das Leben in unserem Körper zirkulieren lässt, besteht zu 90% aus Wasser und wird darum auch das flüssige Organ genannt. Ohne Wasser gibt es keinerlei Leben und kein Wachsen in unserer Welt.

      

     Wasser selbst besteht aus den Komponenten Wasserstoff und Sauerstoff, ausgedrückt in der chemischen Formel H2O (zwei Atome Wasserstoff zu einem Atom Sauerstoff). Wasser, d.h. Wasserstoff und Sauerstoff sowie Kohlenstoff sind die Hauptkomponenten in allen Formen des Lebens.
Wasser hat die engste Beziehung zum Leben überhaupt. Leben wurde im Meer und im Wasser geschaffen - vielmehr ist Wasser Leben - und die Konzentration des Wassers in jedem Lebewesen ist der des Meerwassers sehr ähnlich. Der Fötus eines jeden Säugetiers schwimmt im Fruchtwasser, das ebenfalls dem Meerwasser entspricht. Es gibt sogar die Theorie, dass Menschen darum nackt sind genau wie die Delfine, weil sie aus dem Wasser kommen. Das Element Wasser ist Symbol für Empfänglichkeit und Aufnahmevermögen, für Weichheit und Empfinden. Menschen, die astrologisch dem Wasser - Element angehören, also Fisch-, Krebs- und Skorpion - Betonung im Horoskop aufweisen, sind die Repräsentanten der Emotion und zeichnen sich aus durch ihre hohe Sensibilität und Gefühlskraft.

     Wasser ist auch ein wichtiger Faktor in der Heilkunde, der nicht nur direkt in der Hydrotherapie zur Anwendung kommt, wenn Wasser in allen drei Aggregatzuständen (Eis, kaltes oder warmes Wasser und als Dampf) zu Therapiezwecken als Guss, Bad, Wickel oder auch in der Sauna genutzt wird, sondern auch im Rahmen der Trinkkuren.
Die Wassertherapie wird bei akuten wie chronischen Beschwerden erfolgreich eingesetzt und dient der Regeneration ebenso wie der Immunstärkung.
Auch homöopathische Mittel werden am häufigsten mit Hilfe von Wasser oder mit einem großen Wasseranteil potenziert. Wassermoleküle haben eine elektrische Bipolarität, die eine Brücke bilden kann. Diese Bipolarität umhüllt auch die Substanz, die gelöst werden soll. Dass Wasser ein so hervorragender Trägerstoff ist, liegt an seiner hohen Empfänglichkeit und Anpassungsfähigkeit.
Wasser nimmt Schwingungen auf und verändert seine Moleküle entsprechend der Informationen, die darauf einwirken.
Diese Tatsache hat in neuerer Zeit der japanische Arzt Masaru Emoto bewiesen, indem er sie sichtbar machte. Damit baut er eine wesentliche Brücke zwischen Spiritualität und Wissenschaft, denn seine Forschungen belegen die Existenz von Geistkraft, die Samuel Hahnemann von jeher seiner homöopathischen Arbeit zugrunde legte und die nach wie vor als umstritten gilt oder als nicht existent.
Emoto testete Wasser verschiedener Herkunft zunächst als solches. Um den Unterschied verschiedener Proben sichtbar zu machen, wie sie für das Auge und selbst unter einem Mikroskop nicht sichtbar sind, hat er diese verschiedenen Wasserproben über den Aggregatzustand Eis und mithilfe der Mikroskopie in ihrer Molekülstruktur anschaulich gemacht und mit faszinierenden Fotografien wiederholt aufzeigen können, dass Wasser definitiv nicht gleich Wasser ist. Wasser einer reinen Quelle im Wald bildet ganz andere Kristalle aus als das Wasser eines verschmutzten Flusses, der durch eine Stadt fließt.
Diese Untersuchungen führte Emoto aber noch weiter, indem er Wasser desselben Ursprungs bestimmten Informationen aussetzte, etwa als er ein Glas Wasser auf ein Foto von Delfinen stellte oder eines auf das geschriebene Wort Liebe oder auch auf das Wort Hass. Er ließ Wasser auch die Schwingungen von Musik aufnehmen und die von gesprochenen wie gedachten Informationen.
Die gefrorenen Kristallstrukturen beweisen, dass die Information der Bilder wie auch die der Worte das Wasser zum Teil ganz stark veränderten und jedes Mal ganz unterschiedliche Kristalle geformt wurden, die in der Gesamtheit ihrer Formen den übermittelten Nachrichten auf verblüffende Art glichen, etwa wenn das Wort Liebe eine herzförmige Kristallstruktur ausformt oder das Bild eines Elefanten sich als ein Rüssel manifestiert.

     Masaru Emoto begreift sich als ein Heiler der Erde, indem er durch seine Arbeit Menschen weltweit dazu ermutigt, nicht nur den Flüssen und Seen dieser Erde positive Gedanken zu schenken, um diese mit Glück und Liebe aufzuladen und so von ihrer Last zu befreien, sondern auch einander in einem neuen Bewusstsein zu begegnen, indem wir sein Wissen, das er durch seine Experimente mit den Wasserkristallen deutlich macht, auch auf uns und unseren Körper übertragen, der nun einmal ebenfalls hauptsächlich aus Wasser besteht, ganz wie der Planet, auf dem wir leben.
Und darum, weil wir aus Wasser bestehen, sind auch wir empfänglich für Informationen jeder Art und verändern sich die Wassermoleküle in unserem Körper ebenso wie die in Emotos Wassergläsern, wenn sie positiven wie negativen Informationen ausgesetzt sind. Negative Gedanken verdunkeln nicht nur unser Gemüt, sondern werden sich zwangsläufig in einer veränderten Zellstruktur niederschlagen, die wiederum Voraussetzung für eine Krankheit ist oder mindestens einer Abweichung von gesunden Funktionen, auch wenn dies nicht immer sofort spürbar ist. Ebenso wirken positive Gedanken und Worte sowie Eindrücke von außen auf unseren Wasserkörper und stärken und kräftigen unseren Geist.
Jeder weiß, dass Ruhe und eine friedliche Stimmung, Sonne und strahlende Farben Heilung bringen und Heilung fördern bzw. Gesundheit schützen und Gesundheit fördern. So wie umgekehrt Stress, graue Zeiten, mieses Wetter und kein liebevoller Umgang mit uns selbst und miteinander uns "kränken" und krank werden lassen. Eben darum weil nicht nur unser Gemüt energetisch dem Wasser - Element angehört, sondern unser ganzes Sein so sehr wassergeprägt ist.

     Ich möchte deshalb an dieser Stelle auch noch auf die Struktur des Wassers an sich und seine generelle Zusammensetzung aus Wasserstoff und Sauerstoff eingehen, um einmal deutlich zu machen, welche Grundprinzipien in diesem, uns so sehr prägenden Stoff, materialisiert sind.
Dazu möchte ich Jan Scholtens Arbeit zur Homöopathie und den Elementen heranziehen, um aufzuzeigen, welche kosmischen Seinskräfte sich in uns vereinen und einen Ausgleich anstreben.

     Betrachten wir den Wasserstoff, der mit zwei Anteilen zusammen mit Sauerstoff das Wasser bildet, dann lassen sich anhand der homöopathischen Prüfung (ausgeführt 1992 von Jeremy Sherr), die immer den Geist, der einem Stoff innewohnt, zu benennen vermag und in Symptomen - sowohl des Gemütes als auch im Körperlichen - sichtbar macht, folgende Leitthemen im Hydrogenium erkennen:
  • der Wunsch nach Einheit und Einssein
  • Einssein für immer und ewig
  • eine Wahrheit
  • ein Ganzes formen
  • sich vereinen
  • Symbiose
  • Impuls zur Existenz: Empfängnis
  • Einsamkeit durch Abtrennung
  • Einfachheit: ohne Raum und Zeit
  • zeitlos und ewig
  • Gott
     Wasserstoff ist ein Gas und existiert auf der Erde nicht in reiner Form.
Wasserstoff ist das tragende Element der Sonne und der Planeten und spendet der Sonne Energie durch einen nuklearen Fusionsprozess, durch den wiederum ein weiteres Element gebildet wird, nämlich Helium.
Wasserstoffgas ist von extremer Leichtigkeit und stellt das einzige Element dar, welches sich der Schwerkraft der Erde entziehen kann.

     Zusammen mit einem Teil Sauerstoff bildet diese so kosmische, ätherische Energie, der Wasserstoff, nun das Wasser.
Sauerstoff - Oxygenium - selbst ist nun der Stoff, aus dem jede materielle Substanz zur Hälfte besteht, denn Sauerstoff ist das am häufigsten vorkommende Element auf der Erde. Trotzdem ist es ein Gas und als solches wenig fassbar, auch wenn wir es zum Leben so zwingend benötigen.
Die homöopathische Prüfung des Stoffes hat folgende Leitthemen aufgezeigt:
  • Selbstsucht: man braucht alle Ressourcen auf
  • mehr wollen als man braucht
  • betteln
  • Gier und Korruption
  • als Person verbraucht werden: Missbrauch
  • Verlust des Selbstwerts
  • Opfersein
  • erwartet von anderen, Werte und Normen zu bekommen
  • hat Schwierigkeiten, die Balance zwischen Geben und Nehmen zu finden
  • Indifferenz gegenüber Besitz
  • lebt in vergangenem Ruhm und von seinen körperlichen Reserven
  • lebt im Gefühl von vergangenem Selbstwert
  • verlangt Aufmerksamkeit
  • träge, faule Person
  • Zersetzung des Körpers: Würmer und Maden
     Das Wasser - Aqua pura - in seiner Gesamtheit enthält also diese gegensätzlichen Impulse, die auf unserem Planeten und auch in uns miteinander im Widerstreit stehen:
  • Idealismus und Ungerechtigkeit
  • Altruismus und Egoismus
  • universell und individuell
     Scholten bringt die dem Wasser innewohnende Nachricht so auf den Punkt:
"Es zulassen, dass man um eines höheren Ideals Willen benutzt wird, da das Leben sowieso korrupt ist".

     Ich möchte das zentrale Thema von Aqua pura aber angesichts der Leitthemen und auch im Hinblick auf die schwerpunktmäßige Verteilung der beiden Grundkomponenten nun eher so zusammen fassen: dass wir loslassen sollen, was wir an Materie unser eigen nennen (und auch loslassen sollen, uns selbst als Materie zu definieren), und zulassen sollen, dass das kosmische Prinzip (2 Teile Wasserstoff!) von uns Besitz ergreift (wir dieses sind) und somit der irdischen Substanz (1 Teil Sauerstoff) die Rolle eines Trägers und Manifestation für diese Energie zu geben, die sich in purer Form der Schwerkraft der Erde entzieht, wenn wir ihr diese Komponente nicht dazu geben. Tatsache ist doch, dass beide an sich unsichtbaren Gase durch ihre Verschmelzung als Wasser sichtbar, spürbar und fassbar werden!
Ich sehe im Prinzip des Wassers die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst, den ich darin begreife, dem Seinskern, der Geist ist, Raum in der Materie zu geben.
Hier verbinden sich - ganz romantisch und bildlich gesprochen - Sternenstaub und Erdenkraft zu einer Manifestation des Geistes.

      

     Wasser in seiner chemischen Zusammensetzung ist demnach ein Symbol für unsere irdische Arbeit, wo wir uns im Zwiespalt von Ego und Ideal befinden und uns der Herausforderung stellen, seelische Ziele im Rahmen unserer materiellen Existenz zu verwirklichen.
Wie uns das im Kollektiv gelingt, davon sprechen vielerlei Tatsachen und Zeichen.
Denn was bedeutet die Wasserverschmutzung und die Verunreinigung der Meere im Hinblick auf diese Inhalte? Sind sie nicht Zeuge unserer Missachtung unseres ureigensten Lebensprinzips? Wo wir dem Oxygenium gemäß aus Gier und Selbstsucht Raubbau betreiben mit unseren Ressourcen und uns ständig so viel mehr nehmen, als wir wirklich brauchen! Wo wir, anstatt den Geist, die Seele, im Außen sichtbar werden zu lassen, das äußere Leben zum Maßstab werden lassen und unsere Geistigkeit darüber verdrängen.

     Ganz bezeichnend ist auch die Tatsache, dass so viele Menschen und auch Tiere nicht genügend trinken, sodass man, zumindest was uns Menschen der zivilisierten Gesellschaft angeht, eigentlich schon von einer dehydrierten Gesellschaft sprechen kann. Der Umstand, dass bereits Kinder kein Durstgefühl mehr kennen und wenn sie trinken wollen, das reine Wasser als Getränk schlichtweg ablehnen, ist in meinen Augen ein Anzeichen dafür, dass hier die seelischen zugunsten der materiellen Anteile im Wesen verdrängt worden sind bzw. dass das Wesen sich nicht auf das Spiel der Kräfte einlassen will und kann.
Denn nicht trinken heißt nicht im Fluss des Lebens zu sein, denn die Wasseraufnahme ist ein Teil unserer Natur und Ausdruck unserer Zugehörigkeit zum lebendigen Sein. Auch das Bedürfnis, nur das zu trinken, was letztlich keine Nahrung für die Zellen bedeutet, die sich nur durch das reine Wasser wirklich aufzuladen vermögen, ist ein Zeichen dafür, dass der Lebensfluss, der darin besteht, dass das Oben mit dem Unten verbunden ist und sich im Austausch befindet, empfindlich gestört und unterbrochen ist.
So kann man sagen, dass der, der kein Wasser trinkt, signalisiert, dass er von sich entfernt ist - vielleicht verängstigt - und dass der Himmel in ihm keinen Platz findet oder dass die Brücke nicht geschlagen wird zwischen Himmel und Erde (Hydrogenium versus Oxygenium).
Warum sind wir so weit von uns selbst entfernt, dass wir nicht einmal mehr Durst empfinden und so viele Menschen und auch Tiere so wenig trinken?
Ist letztlich diese Tatsache des Nicht - Trinkens bereits ein Anzeichen dafür, dass der Egoanteil überhand genommen hat, das materielle Wesen vorne steht und den Zugang zum Himmel verwehrt? Das materielle Wesen oder auch das Ego, das sich selbst als das Ewige erachtet und vergisst, dass da noch etwas anderes ist, das Andere und auch der Andere.
Oder zeigt sich hier eine seelische Verwirrung in Bezug auf die eigene Identität, was manchmal auch bedeutet, "hier unten" nicht wirklich ankommen zu wollen?

     Bei den Wenig - Trinkern oder Nicht - Trinkern habe ich immer beobachtet, dass ihr Austausch mit anderen und mit der Welt zum Teil empfindlich gestört war. Dass sie sich entweder zu sehr im Außen und im Tun verlieren oder zu sehr - zumindest innerlich - von der Welt zurück gezogen sind. Belastet von diesem unzureichenden oder gestörten Austausch und Fluss und der mangelnden Wasseraufnahme sind neben allen anderen Organen und Körperfunktionen vor allem die Nieren. Und wie viele Nierenkranke, auch nierenkranke Tiere, und Dialyse - Patienten gibt es in unserer modernen Gesellschaft!

     Die Nieren als paarweise angelegtes Doppelorgan sind an sich schon Hinweis darauf, dass es nicht nur uns, sondern auch den Anderen oder das Andere in der Welt gibt und zu beachten gilt. Astrologisch werden die Nieren der Waage zugeordnet, jenem Tierkreiszeichen, das sich damit beschäftigt, sich dem Anderen zuzuwenden, in Beziehung zu treten und Liebe, Harmonie und Ausgleich zu schaffen. In einer Gesellschaft der Lieblosigkeit, der Isolation und der Egozentrik muss dieses Organ zwangsläufig leiden, weil die dadurch symbolisierten kosmischen Prinzipien hier permanent verletzt werden. Es fehlt das Gleichgewicht der Kräfte, wie sie in den Signaturen von Hydrogenium und Oxygenium Ausdruck finden.

     Ganz bezeichnend für und diese Tatsachen bestätigend sehe ich die Rolle des Kochsalzes - Natrium chloratum -, sowohl in der grobstofflichen Form als auch in Form seiner homöopathischen Aufbereitung als Arznei.
Das Natrium chloratum dient unserem Körper als der Aufbaustoff für eine gesunde Nierenfunktion und ist unerlässlich für unseren Flüssigkeitshaushalt, unseren Wasserkörper, und Natrium chloratum ist als reichlich verwendetes Kochsalz auch der Stoff unserer Krankheit. Menschen der zivilisierten Welt nehmen täglich bei weitem mehr Kochsalz zu sich als ihrer Gesundheit zuträglich ist. Kochsalz steckt (und versteckt sich) in vielen Nahrungsmitteln unserer Industriegesellschaft, wo wir es eigentlich nicht vermuten und somit unwissentlich zu uns nehmen. Der Wunsch nach Salz ist aber im Allgemeinen sehr ausgeprägt zu beobachten und viele Menschen salzen ihr Essen gerne nach oder würzen es zusätzlich mit einem weiteren Stoff der Natrium - Linie, dem Natriumglutamat, einem Geschmacksverstärker, der sich ebenfalls in vielen Fertiggerichten und Snacks versteckt, die reichlich konsumiert werden und, wie wir wissen, süchtig machen.

     Natrium chloratum ist in unserem Körper biochemisch für den Flüssigkeitshaushalt zuständig. Es reguliert ständig das Verhältnis des intrazellulären und extrazellulären Wassergehalts und sorgt dafür, dass stets der lebensnotwendige Austausch und Ausgleich stattfindet. Ein Mangel an diesem Zellsalz bedeutet darum eine große Gefahr für den Körper. Um diese einzugrenzen, werden darum überall dort im Körper Natrium - chloratum - Ionen abgezogen, wo sie nicht überlebensnotwendig sind. Überlebensnotwendig sind sie in den Nieren und in den Zellen, denn Leben ist nur garantiert durch eine tadellose Organfunktion. Nicht so wesentlich ist die Anwesenheit des Natriumchlorids hingegen in den Knorpeln und bei den Bandscheiben. Fehlt also Natriumchlorid im Zellaustausch, dann wird es umgehend von jenen Körperfunktionen abgezogen, die nicht für das unmittelbare Überleben zuständig sind. Wir können hinkend durchs Leben gehen, weil unsere Knieknorpel verbraucht und "abgenutzt" sind, jedoch nicht ohne Niere. Wir können mit Kopfschuppen leben (eines der Zeichen für einen Mangel an Natriumchlorid), sterben jedoch an Wasser in der Lunge.

     Der übermäßige Konsum von Kochsalz versorgt uns nicht etwa besonders gut mit Natrium chloratum, wie man vielleicht annehmen möchte, denn "viel hilft viel", sondern sorgt dafür, dass Natrium - chloratum - Ionen in großem Maße verbraucht werden. Tatsächlich ist es innerhalb der biochemischen Prozesse so, dass Stoffe, die in grober Form, wie hier das Kochsalz, zur Verfügung gestellt werden, feinstoffliche Mineralkomponenten für ihre Umsetzung brauchen und darüber verbrauchen. So versorgt der Genuss von Schokolade den Körper leider nicht mit dem darin enthaltenen Magnesium, auch wenn wir instinktiv spüren, dass er darin zu finden ist und darum diesen Hunger darauf empfinden, sondern verbraucht, um die Schokolade aufzuschlüsseln, viel mehr körpereigene Magnesium - Ionen als am Ende dadurch frei werden. Auf diese Weise verändert der Kochsalz - Konsum ebenso unseren Natrium chloratum - Haushalt sehr wesentlich und entleert uns eines wesentlichen Organbaustoffes, ohne den wir letztlich nicht lebensfähig sind.
Wie bei der Schokolade, nach der all jene ein großes Bedürfnis verspüren, denen Magnesium fehlt, so suchen all jene den Salzgenuss, denen Natrium chloratum fehlt, was diesen Mangel leider noch mehr verschlimmert.

      

     Übrigens stuft der Körper fantastischerweise auch hier wieder ab: er kann genau das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Zum Beispiel habe ich in der Praxis beobachtet, dass Menschen mit chronischen Bandscheibenproblemen einige Zeit vor einem Schub - einem erneuten Bandscheibenvorfall - plötzlich ganz viele Kopfschuppen bekommen können, die, richtig gelesen, ein wertvoller Hinweis darauf sind, dass unmittelbar vermehrt Natriumchlorid für wichtige Körpervorgänge gebraucht wird. Damit die Bandscheibe versorgt werden kann, zieht der Körper das Natriumchlorid an einer Stelle des Körpers ab, wo es nicht so wichtig ist. So wie er der Niere Priorität gibt über der Bandscheibe. Verfolgt man die Logik dieser Prinzipien, so ist bei einem Menschen mit hohem Blutdruck (Natriumchloridmangel) eine mangelhafte Nierenfunktion zu vermuten, die ausgesteuert wird durch den Abzug von Ionen, sowie dem Knorpelschaden und Bandscheibenproblem ebenso eine Nierenverbindung zugesprochen werden kann. Dies wiederum lässt Rückschlüsse auf das Verhalten des betreffenden Menschen in Bezug auf seine Partnerschaften (ob Liebespartner oder andere Mitmenschen) zu.

     Auch bestimmte, starke und einseitige Gemütsbewegungen verbrauchen viel von diesem Mineralstoff, was sich dann auch in einem Verlangen nach Salzigem ausdrücken kann. Diese dem Salz zugeordneten Gemütsbewegungen zeigt in wunderbarer Klarheit wieder die homöopathische Arzneimittelprüfung, durch die der geistige Anteil des Stoffes erfahrbar gemacht wurde.

Die geistige Essenz des Natrium chloratums oder auch Natrium muriaticums ist:
  • Kummer
  • Verlust
  • Fehlen der Mutter, psychisch und / oder physisch
  • Furcht vor Enttäuschung
  • befürchtet, enttäuscht und verlassen zu werden
  • fühlt sich allein
  • fühlt sich unverstanden
  • denkt, dass sie hässlich ist
  • sucht die Einsamkeit
  • akzeptiert keinen Trost
  • stille Trauer
  • mag keine Gesellschaft
  • Rückzug
     Natrium muriaticum wird häufig gebraucht, wenn sich Beschwerden und Symptome aufgrund von Enttäuschung und Kummer einstellen oder eingestellt haben, denn Natrium muriaticum entspricht mehr dem Zustand des chronischen Kummers, während Ignatia (das als akutes Natrium muriaticum zu verstehen ist) den frischen Kummer und Schmerz verarbeiten hilft.
Wie wir bereits im Kapitel "Erweiterte Homöopathie" gesehen haben, beschäftigt sich Natrium muriaticum im doppelten Sinne mit der Sehnsucht nach der Mutter, da sowohl der Natrium - Anteil dieser Verbindung als auch der Muriaticum - Anteil das Thema Mutter im weitesten Sinne zur Grundlage haben.
Eine Mutter zu haben bedeutet Geborgenheit und Zuhause zu sein, keine Mutter zu haben bedeutet Verlassenheit und Heimatlosigkeit.
Dieses Grundgefühl der Heimatlosigkeit prägt unsere Gesellschaft in starkem Maße. Nicht nur, weil Mütter nicht wirklich Mutter sind, was leider aber oft der Fall ist. Bei den Menschen darum, weil sie inzwischen instinkt - und auch herzlos sind und ihre Kinder wie Dinge betrachten, anstatt sie von ganzem Herzen zu lieben und zu umfangen. Bei den Tieren darum, weil sie durch unser Eingreifen daran gehindert werden, ihren Jungen das zu geben, was sie ihnen instinktiv geben würden: ein Nest, ein Zuhause, Wärme und Zuwendung und jede Menge Milch. Vielen Menschenjungen fehlt diese Milch auch, denn nur die wenigsten Babys werden gestillt und bekommen damit die wichtigste Basis, aus dem das Urvertrauen wachsen kann.
Und so leben wir zwangsläufig in einer mutterlosen Gesellschaft und viele der Zivilisationskrankheiten, die sich daraus resultierend über eine Fehlfunktion der Nieren ergeben, könnten allein schon durch Wasser und das Trinken von Wasser geheilt werden, wie Dr. F. Batmanghelidj* an vielen Patienten bewiesen hat.
*) Dr. F. Batmanghelidj: "Sie sind nicht krank, Sie sind durstig" erschienen im VAK Verlag.

     Viele Neurodermitis - Kinder sind z.B. Natrium - Kinder (oder auch Lac - Kinder). Ihnen fehlt die Mutter. Denn auch wenn die Mutter anwesend sein mag - und in unserer wohlhabenden Gesellschaft, kann so manche Mutter es sich leisten, zu Hause bei den Kindern zu bleiben -, so ist sie oftmals nicht wirklich anwesend, sondern emotional leider nicht verfügbar, was das Kind schmerzlich zu spüren bekommt. So ist es mit etwas Glück körperlich stets wohl versorgt und oftmals materiell überversorgt (Oxygenium), auf emotionaler Ebene aber einsam und verloren (Hydrogenium).
Und auch wenn wir in der Biografie eines solchen kleinen Patienten keinen nennbaren Verlust vermerken können, so ist dieser doch als chronischer Kummer in ihm eingegraben: er ist mutterlos, heimatlos und allein.

     Übertragen wir dieses Grundlebensgefühl auf den Menschen (und auch auf die Tiere, die nahe beim Menschen leben und durch ihn abgetrennt werden von ihrem Ursprung), dann sehen wir hier auch eine Art von Kummer, der noch viel tiefer geht und für den die Mutterfigur (oder vielmehr die fehlende) nur ein Symbol und einen greifbaren Repräsentanten darstellt. Denn letztlich sind die Menschenkinder (kleine und große) abgetrennt worden von ihrer göttlichen Urmutter und leben nun verwirrt und vereinzelt auf diesem Planeten, ohne Beziehung zu ihrem Ursprung, ihrer eigentlichen Heimat, und sind so mutter - und heimatlos wie alle Natrium - Patienten und alle Wasserwesen, denen das Wasser fehlt. Es fehlt an Nahrung und Nähe, an Geborgenheit und Wärme. In der Folge sind sie beziehungslos und beziehungsunfähig und geben damit die Verzauberung und Verirrung immer weiter.

     Natrium muriaticum ist darum nicht nur bei Menschen ein ganz häufig gebrauchtes und verordnetes homöopathisches Arzneimittel, sondern auch bei Tieren, die ebenso ihren Ursprung verloren haben, sich als abgetrennt erleben und in der Folge nierenkrank werden und nicht mehr trinken - oder manchmal auch zu viel, was den Natrium chloratum - Haushalt ebenso durcheinander bringt und ein Zeichen für ein inneres Ungleichgewicht der Kräfte ist.

     Die Heilung des Natrium - Patienten und ebenso aller Menschen, die sich nicht im Gleichgewicht befinden zwischen Drinnen und Draußen, in einer Balance zwischen Oben und Unten, die nicht "im Wasser sind" und keine Mitte haben, liegt letztlich darin, sich zu öffnen und dem Fluss des Lebens anzuvertrauen. Loslassen, um zuzulassen ist auch hier die heilende Formel.
Das bedeutet sich einzulassen auf das Leben und den Wandel - denn Leben ist nun einmal nicht statisch, sondern stets in Bewegung -, Sicherungen aufzugeben und wirkliches Glück zuzulassen anstelle vieler oberflächlicher Vergnügungen. Tiefe und Liebe zu erfahren, anstatt oberflächliche, das Ego schützende und vielleicht sogar das Ego bereichernde Beziehungssymbiosen zu leben. Sich einzulassen auf den anderen, das Gegenüber, auf die Gefahr hin, verletzt zu werden, denn wie sollen wir wissen, wie Liebe ist - auch die göttliche! - , wenn wir sie nicht zulassen?!

Bei jedem Atemzug stehen wir vor der Wahl,
das Leben zu umarmen oder auf das Glück zu warten."

Andreas Tenzer


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